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29. Juli 2010
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Von Holtenau folgte man der Levensau und weil die so ein starkes Gefälle hatte, regelten die drei Schleusen Holtenau, Knoop und Rathmannsdorf den Wasserstand mit einem Scheitelpunkt von 7 Metern. Danach folgte man vom Flemhuder See der Eider. Durch die Schleusen Königsförde und Kluvensiek senkte sich der Wasserspiegel wieder bis auf 4,80 Meter. Die letzte Schleuse bei Rendsburg regulierte den Wasserstand zwischen Ober- und Untereider, wo noch Ebbe und Flut herrschte. Bei der Weiterfahrt zur Nordsee benutzten die Schiffe die Untereider, deren Flussbett teilweise vertieft werden musste. Doch wie funktioniert das jetzt eigentlich genau mit den ganzen Schleusen? Die Schleusen waren sogenannte Kastenschleusen. Sie waren auf eingerammten Pfählen errichtet. Die Freischleuse regulierte den Wasserstand und war überspannt mit einem tonnenartigen Gemäuer. Die Schiffsschleuse überspannt eine Holländer-Klappbrücke. Die Tore aus schweren Bohlen wurden geöffnet und beim Verlassen der Schiffe drückte das Wasser die Schleuse wieder zu. Die Steinmauern waren aus Ziegeln gemauert und gegen das Wasser mit holländischen Klinkern verputzt. Neben dem Kanal gab es die sogenannten Treidelwege; denn die Schiffe wurden meistens von Pferden gezogen oder sie konnten ab und zu bei einer entsprechender Windrichtung aus eigener Kraft segeln. Beim Bau des Kanals sind damals Kosten von ca. 9 Milliarden Mark entstanden. Fast 100 Jahre ist der Kanal von deutschen und ausländischen Schiffen genutzt worden. Als man dann im 19. Jahrhundert größere Schiffe baute, konnte dieser Kanal die Anforderungen nicht mehr erfüllen. Es kam zum Bau des großen Bruders auf der anderen Seite, dem heutigen Nord-Ostsee-Kanal einige 100 Meter parallel. Geschichtsbücher belegen, dass diese Parallelität bei der Trassenführung der Kanäle einmalig ist!
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